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KAATSU Training bei metabolischem Syndrom

Eine Studie aus der klinischen Praxis zeigt, wie effektiv nur 6-12 Minuten KAATSU Training bei Patienten mit metabolischem Syndrom sein können.

Was ist das metabolische Syndrom?

Beim metabolische Syndrom kommt es zum gleichzeitigen Auftreten mehrerer krankhafter Stoffwechselveränderungen, die Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes hervorrufen können. Im einzelnen sind dies:

  • Erhöhter Blutdruck
  • Veränderte Blutfettwerte
  • Bauchbetontes Übergewicht
  • Erhöhter Nüchternblutzucker oder eine schon bestehende Diabetes-Erkrankung
  • Fettleber

Jede dieser Größen ist für sich allein gesehen bereits ein Risikofaktor für Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei gemeinsamem Auftreten der Faktoren addiert sich das Risiko. Neben einer genetischen Veranlagung, spielt ein ungesunder Lebensstil, schlechte Ernährungsgewohnheiten und ein krankmachendes soziale Umfeld eine entscheidende Rolle.

Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als unablässiger Baustein in der Therapie des metabolischen Syndroms. Gelenk- oder Rückenprobleme lassen bei vielen Patienten aber selbst leichte Aktivitäten, wie Spazierengehen, nicht in ausreichendem Umfang zu. Hier kommt KAATSU Training ins Spiel.

KAATSU in der der klinischen Praxis

Dr. Satoh von der Satoh Klinik in Ube City, Japan, präsentierte eine klinische Studie mit dem Titel Kaatsu Training: Application to Metabolic Syndrome” (Anwendung beim metabolischen Syndrom) vor, in der er KAATSU bei seinen Patienten mit metabolischem Syndrom basierend auf den Standardprotokollen von KAATSU einsetzte.

Dr. Satoh ließ seine 18 Patienten die standardmäßigen KAATSU 3-Punkt-Übungen für 6-12 Minuten, ein- oder zweimal pro Woche, mit einer Intensität der Borg-Skala auf Stufe 13 durchführen. Die Wirksamkeit von KAATSU wurde nach 3-4 Monaten bewertet. Die Patienten wurden angewiesen, ihre Lebensgewohnheiten (z.B. Ernährung, Medikamente und Bewegung) nicht zu ändern.

Ergebnisse

Dr. Satoh (Anmerkung: nicht verwandt mit dem KAATSU-Erfinder Dr. Yoshiaki Sato aus Tokio) berichtete über die folgenden Ergebnisse: Die Wirksamkeit von KAATSU zeigte sich bei 31 von 51 Patienten (61%). Bei12 von 18 Patienten (67%) mit Bluthochdruck sank der systolische Blutdruck von durchschnittlich 166 mmHg auf 146 mmHg und der diastolische Blutdruck sank ebenfalls von durchschnittlich 96 mmHg auf 86 mmHg.

6 von 10 Patienten (60%) mit Diabetes mellitus zeigten eine Verringerung des HbA1c-Werts von durchschnittlich 6,8% auf 6,12%. Bei 8 von 14 Patienten (57 %) mit Dyslipidämie sank das LDL-c von durchschnittlich 158 mg/dl auf 136 mg/dl. Bei 5 von 9 Patienten (56%) mit Adipositas kam es zu einer Gewichtsreduktion von durchschnittlich 67 kg auf 59 kg.

Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen wurden Patienten, die bedingt durch die Trainingserfolge zusätzlich ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten verbesserten, ausgeschlossen. Damit konnten die oben beschriebenen Ergebnisse exklusiv dem Einfluss des KAATSU Trainings zugeschrieben werden.

Warum könnte KAATSU so effektiv gewirkt haben?

Die höchste Effektrate von 67 % hatte die Bluthochdruck-Gruppe. Ursachen für diesen Blutdruck senkenden Mechanismus können wie folgt erklärt werden:

  • Durch KAATSU kommt es zu einer Erhöhung der Produktion von Stickstoffmonoxid (NO), das die peripheren Arterien auf biochemischem Wege erweitert
  • Die direkte Reduktion des peripheren Arterienwiderstandes durch die IGF-1-Produktion
  • Die Kapillargefäße distal des KAATSU Bänder werden durch die Hemmung des venösen Rückflusses auf physikalischem Wege erweitert
  • Direkt nach Beendigung der KAATSU Anwendung kommt es zu einer Verringerung des peripheren Gefäßwiderstandes

Der Mechanismus zur Senkung des HbA1c könnte auf Folgendes zurückzuführen sein:

  • Die Verbesserung der Insulinresistenz aufgrund der durch Wachstumshormon-induzierten Abnahme des viszeralen Fettes
  • Die hypoglykämische Wirkung von IGF-1
  • Langfristig lässt sich erwarten, dass die regelmäßige KAATSU-Anwendung eine weitere Muskelhypertrophie und eine größere Verbesserung der Insulinresistenz durch erhöhten Glukoseverbrauch in den hypertrophierten Muskeln bewirken könnte.
Fazit

Der Arzt kam zu dem Schluss, dass die Anwendung von KAATSU Stoffwechselparameter verbessert, die mit dem metabolischen Syndrom verbunden sind. Die besondere Wirksamkeit von KAATSU ist in diesem Zusammenhang auch zum zeitlichem Aufwand zu sehen: 6-12 Minuten, ein- oder zweimal pro Woche ist in der Praxis auch langfristig umsetzbar.