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Langzeitwirkung von KAATSU Training nach Meniskusoperation

Drei Jahre lang einmal pro Woche KAATSU Training führt zu signifikanten Muskelaufbau nach einer Meniskusoperation.Ein bekanntes Problem nach einer Meniskotomie am Knie ist die Atrophie der Oberschenkelmuskulatur. Von einer Meniskotomie spricht man, wenn bei einer Knie-Operation der Meniskus oder Teile des Meniskus entfernt werden.

Muskelaufbau nach Meniskusoperation

Das Athrophie-Problem hängt unmittelbar mit der Notwendigkeit zur Entlastung der betreffenden Strukturen zusammen. Ein traditionelles Muskelaufbautraining ist in dieser kontraindiziert. Mit KAATSU Training ist es jedoch möglich, eine Muskelhypertrophie mit Lasten von weniger als 30 Prozent der Maximalkraft zu erzielen. Hinzu kommt, dass KAATSU Training gleichzeitig die vaskuläre Funktion verbessern kann.

Fallbeispiel aus der Praxis

Diese Fakten sind nun nicht gerade neu. Viel interessanter für den realen Einsatz in der täglichen Praxis, sind die Langzeitwirkungen von KAATSU Training unter realen Bedingungen. Realistisch ist hier von einer Trainingshäufigkeit von einmal pro Woche auszugehen. Dies scheint mit den Praxiserfahrungen realistischer Besuche beim Therapeuten in Einklang zu stehen.

Umso erfreulicher die Studie vom Japaner Tomohiro Yasuda und seinen Kollegen (2017), die über drei Jahre eine 57-jährige Frau begleitet haben. Die Dame absolvierte nach ihrer Meniskotomie einmal pro Woche ein KAATSU Muskelaufbautraining für die unteren Extremitäten. Das Programm bestand aus sieben Übungen und einem abschließenden 30-minütigen Fahrradergometer-Training. Neben der geringen Trainingshäufigkeit ist vor allem der recht moderate Druck von 40 SKU Anlagedruck und 200 SKU Optimaldruck bemerkenswert.

Ergebnisse

Vor Beginn des Trainings war Muskelquerschnitt des betroffenen Beins etwa 20 Prozent geringer als beim nicht-betroffenen Bein. Im Verlauf der Trainingsintervention konnte dieser Unterschied schließlich nahezu komplett ausgeglichen werden. Die größten Fortschritte wurden dabei während der ersten 1,5 Jahre erzielt. Im Interesse einer bestmöglichen Symmetrie der Extremitäten ist erwähnenswert, dass die einbeinig durchgeführten Oberschenkelübungen beim betroffenen Bein zu einer etwa doppelt so hohen Zuwachsrate geführt haben, wie beim nicht-betroffenen Bein

Fazit

Dieses praxisrelevante Fallbeispiel zeigt, dass KAATSU Training auch bei Älteren mit geringer Trainingshäufigkeit eine langfristig wirksame und sichere Trainingsmethode ist.